19 April 2026, 06:18

Bayern setzt auf schwimmende Solarkraftwerke und riesige Batteriespeicher für die Energiewende

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bayern setzt auf schwimmende Solarkraftwerke und riesige Batteriespeicher für die Energiewende

Bayern treibt den Ausbau von Energiespeichern und Solarstrom kräftig voran. Erst kürzlich ging in Gilching ein neues schwimmendes Photovoltaik-Kraftwerk in Betrieb, während Bayernwerk Hunderte Megawatt großer Batteriespeicher ans Netz anschließen will. Aktuelle politische Diskussionen ebnen zudem den Weg für schnellere Netzanschlüsse und neue Regularien.

Das Unternehmen Sinnott Power hat in Gilching das weltweit erste schwimmende Solarkraftwerk mit vertikalen Modulen auf einem Kiesabbaugebiet in Betrieb genommen. Die 1,87-Megawatt-Anlage wird jährlich rund 1.800 Megawattstunden erzeugen – genug, um etwa 500 Haushalte zu versorgen. Die volle Betriebsaufnahme ist bis Jahresende geplant.

Unterdessen verzeichnet Bayernwerk einen deutlichen Anstieg an Anträgen für den Anschluss großer Batteriespeicher. Geschäftsführer Leo Westphal kündigte an, Bayern zur führenden Region für Energiespeicherung auszubauen und eine registrierte Kapazität von 1.000 Megawatt anzustreben. Ab Oktober wird das Unternehmen Anschlussangebote für 800 Megawatt großtechnische Speicherlösungen unterbreiten.

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Beim Bayerischen Netzgipfel im September forderte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine beschleunigte Speicherausbau-Offensive sowie neue Regeln für Netzanschlüsse. Nick Seeger von Bayernwerk Netz wies darauf hin, dass nicht alle Anlagen sofort angeschlossen werden können – technische und wirtschaftliche Grenzen setzen hier Grenzen.

Der Speicherhersteller Fenecon begrüßt die neue Ausrichtung des Freistaats. Das Unternehmen produziert großformatige Batteriesysteme – darunter auch Second-Life-Lösungen aus ehemaligen E-Auto-Akkus – in seiner CarBatteryReFactory im niederbayerischen Iggensbach. Die jüngsten politischen Weichenstellungen passen dabei gut zu Fenecons Fokus auf Speicherlösungen für Solarparks und Industrieanlagen.

Das neue Solarkraftwerk in Gilching wird demnächst Strom ins Netz einspeisen, während Bayernwerks anstehende Anschlussangebote die Speicherkapazitäten deutlich erhöhen sollen. Mit politischer Rückendeckung und Investitionen aus der Wirtschaft steht Bayern vor einem bedeutenden Ausbau seiner Energieinfrastruktur in den kommenden Monaten.

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