Bayern bleibt Vorreiter: Warum die Pflegequote hier am niedrigsten ist
Pflegequote in Deutschland steigt kontinuierlich – Bayern mit bundesweit niedrigstem Wert
In den vergangenen sechs Jahren ist die Pflegequote in Deutschland stetig angestiegen und lag Ende 2023 bei 6,72 Prozent. Das bedeutet, dass derzeit rund 5,7 Millionen Menschen Pflegeleistungen der Stufen 1 bis 5 benötigen. Bayern hebt sich dabei mit der niedrigsten Quote des Landes von nur 4,7 Prozent deutlich vom Bundesschnitt ab.
2023 waren in Bayern 631.273 Menschen auf Pflege angewiesen – bei einer Einwohnerzahl von etwa 13,2 Millionen. Damit lag die Pflegequote des Freistaats bei 4,7 Prozent, dem niedrigsten Wert aller Bundesländer. Am häufigsten wurde dort Pflegegrad 2 verzeichnet, der 1,9 Prozent der Bevölkerung betraf.
Bundesweit stieg die Pflegequote von 4,1 Prozent im Jahr 2017 auf 6,0 Prozent im Jahr 2021, bevor sie 2023 auf 6,72 Prozent kletterte. Fachleute führen den Anstieg auf demografische Verschiebungen zurück: Eine alternde Bevölkerung erhöht den Bedarf an Unterstützung. Zwar verzeichnet Nordrhein-Westfalen die höchste absolute Zahl an Pflegebedürftigen, doch Sachsen-Anhalt weist die insgesamt höchste Pflegequote auf.
Bayerns Zahlen stehen in deutlichem Kontrast zum Rest Deutschlands, wo die Pflegequote weiter wächst. Mit 5,7 Millionen Menschen in den Pflegegraden 1 bis 5 zeigt sich der Einfluss einer älter werdenden Bevölkerung. Die Daten verdeutlichen zudem die regionalen Unterschiede bei der Verteilung des Pflegebedarfs im Land.






