Bayerische Regionalzüge erreichen historischen Pünktlichkeitstiefstand 2024
Pierre BaumBayerische Regionalzüge erreichen historischen Pünktlichkeitstiefstand 2024
Bayerische Regionalzüge verzeichnen 2024 schlechteste Pünktlichkeit seit 30 Jahren
Offizielle Zahlen zeigen: Nur 85,3 Prozent der Züge kamen im vergangenen Jahr planmäßig an – auf einigen Strecken lag die Pünktlichkeit deutlich unter dem Durchschnitt. Verkehrsminister Christian Bernreiter nannte die Ergebnisse "ernüchternd, wenn auch kaum überraschend".
Besonders betroffen waren die Strecken München–Prag und München–Hof. Auf der Verbindung nach Prag erreichten weniger als 44 Prozent der Züge ihr Ziel pünktlich, auf der Linie nach Hof waren es lediglich 62 Prozent.
Hauptursache für die Verspätungen waren laut Angaben marode Infrastruktur und anhaltende Baustellen, die für fast die Hälfte aller Verzögerungen verantwortlich waren. Externe Faktoren wie Streiks und Extremwetter führten zudem zu über einem Viertel aller Zugausfälle.
Insgesamt fielen 2024 acht Prozent aller Regional- und S-Bahn-Verbindungen in Bayern komplett aus. Trotz der flächendeckenden Probleme blieb die Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen die zuverlässigste Verbindung des Freistaats.
Die Zahlen für 2024 markieren den tiefsten Stand der Pünktlichkeit im bayerischen Regionalverkehr seit Beginn der Aufzeichnungen 1994. Angesichts der tausenden betroffenen Fahrgäste wächst nun der Druck auf die Verantwortlichen, die seit langem bekannten Infrastrukturprobleme endlich zu lösen. Die Daten unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für das Schienennetz der Region.






