Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg wird fünf Monate lang komplett gesperrt
Susi DrubBahnstrecke Nürnberg–Regensburg wird fünf Monate lang komplett gesperrt
Große Sanierung der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg beginnt am 6. Februar 2023
Ab dem 6. Februar 2023 steht die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg für umfangreiche Modernisierungsarbeiten still. Die Bauarbeiten, die bis zum 10. Juli dauern, bringen zwar deutliche Verbesserungen mit sich, bedeuten für Fahrgäste jedoch erhebliche Einschränkungen. Viele Züge werden durch Busse ersetzt, und auf einigen Fernverkehrsstrecken verlängern sich die Fahrzeiten.
Ab dem 6. Februar bleibt die Strecke für fast fünf Monate komplett gesperrt. Auf einer Länge von 80 bis 90 Kilometern werden Oberleitungen und die zugehörige Technik erneuert. Zudem umfasst das Projekt die Sanierung eines BahnDamms bei Deining sowie einer Brücke in der Nähe von Burgthann.
Regionalverkehr stark betroffen – Busse ersetzen Züge Im Nahverkehr kommt es zu massiven Änderungen: Die meisten Regionalzüge fallen aus und werden durch Busse ersetzt. Acht Buslinien verkehren täglich und legen zusammen über 45.000 Kilometer zurück. Auch die S-Bahn nach Neumarkt sowie die Linien RE 22, RE 50 und RB 51 weichen auf den Straßenverkehr aus. Reisende zwischen Neustadt (Donau) und Regensburg sowie zwischen Landshut und Plattling müssen ebenfalls auf Schienenersatzverkehr umsteigen, da Güterzüge umgeleitet werden.
Fernverkehr mit Umwegen und längeren Fahrzeiten Auch im Fernverkehr gibt es Änderungen: Die ICE-Züge zwischen München und Wien fahren künftig über Landshut, Regensburg und Passau – pro Richtung einmal täglich. Andere ICE-Verbindungen nehmen einen Umweg über Ingolstadt und benötigen dadurch etwa eine Stunde länger.
Barrierefreiheit und moderne Infrastruktur nach der Sanierung Nach Abschluss der Arbeiten werden alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prufening barrierefrei zugänglich sein. Zu den Verbesserungen zählen stufenlose Zugänge und modernisierte Einrichtungen für Fahrgäste.
Die Bauarbeiten dauern bis Anfang Juli an. In dieser Zeit übernimmt der Schienenersatzverkehr den Großteil des Regionalangebots. Nach der Fertigstellung profitieren Reisende von einer modernisierten Infrastruktur und besser ausgestatteten Stationen. Langfristig wird die Strecke zwar komfortabler, doch bis dahin müssen sich Fahrgäste auf Verspätungen und Ersatzverkehr einstellen.






