Aschaffenburgs historischer Machtwechsel: CSU-Kandidat bricht 50-jährige SPD-Ära
Pierre BaumAschaffenburgs historischer Machtwechsel: CSU-Kandidat bricht 50-jährige SPD-Ära
Aschaffenburg wählt nach über 50 Jahren erstmals neuen Oberbürgermeister
Markus Schlemmer von der Christlich-Sozialen Union (CSU) hat sich in der Stichwahl gegen den langjährigen SPD-Amtsinhaber Jürgen Herzing durchgesetzt. Das Ergebnis beendet die seit 1970 ununterbrochene Führung der Sozialdemokraten in der Stadt.
Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt begann am 8. März mit der ersten Runde. Schlemmer ging mit 41,1 Prozent der Stimmen in Führung, während Herzing 38,2 Prozent erreichte. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erzielte, kam es zur Stichwahl.
Am 22. März gingen die Wähler erneut an die Urnen – die Wahlbeteiligung lag bei 47,5 Prozent. Schlemmer baute seinen Vorsprung aus und gewann 56,3 Prozent der gültigen Stimmen. Herzing erhielt 43,7 Prozent und verfehlte damit eine fünfte Amtszeit.
Schlemmers Sieg bricht eine jahrzehntelange SPD-Dominanz in Aschaffenburg. Seit 1970 wurde die Stadt durchgehend von Sozialdemokraten regiert. Seine Amtszeit als Oberbürgermeister beginnt offiziell am 1. Mai.
Die Wahl markiert einen politischen Wechsel in Aschaffenburg nach Jahrzehnten unter SPD-Führung. Schlemmers Erfolg stärkt zudem die Position der CSU in der Kommunalpolitik im Vorfeld der Kommunalwahlen 2026. Im kommenden Monat übernimmt er das Amt von Jürgen Herzing.






