Alma Hasun beweist ihre Bühnenpräsenz mit marathonglangen Monologen und tiefgründigen Rollen
Susi DrubAlma Hasun beweist ihre Bühnenpräsenz mit marathonglangen Monologen und tiefgründigen Rollen
Die Schauspielerin Alma Hasun hat sich mit kraftvollen, packenden Auftritten einen Namen gemacht. Zu ihren jüngsten Rollen zählen anspruchsvolle Monologe und emotional aufgeladene Dramen. Das Wiener Publikum konnte ihre intensiven Darstellungen sowohl in modernen als auch in klassischen Stücken erleben.
Im Juni übernahm Hasun in Ganymed Areal eine dreistündige Solo-Performance – Teil des ortsspezifischen Stationentheaters im Otto-Wagner-Areal in Wien-Penzing. Das Stück drehte sich um eine Pianistin, die die Fähigkeit zu spielen verliert, eine Rolle, die Hasuns Talent unter Beweis stellte, über lange Zeiträume hinweg tiefe emotionale Intensität zu halten.
Anfang dieses Jahres stand sie in Sophia oder Das Ende der Humanisten an den Kammerspielen Wien auf der Bühne. Der zweieinhalbstündige Monolog, der um 15 Uhr aufgeführt wurde, erzählte von der Begegnung einer Tochter mit ihrem Vater und dessen Beziehung zu einem humanoiden Roboter. Die Inszenierung zeigte Hasuns Können, komplexe Erzählungen allein auf der Bühne zu tragen.
Ihre Vorbereitung auf Die Kostverköstiger, ein Drama aus der Zeit des Nationalsozialismus, ließ sich von Margot Friedländers Memoiren Versuche, dein Leben zu machen inspirieren. Der Bericht über Überleben und Widerstandskraft prägte ihren Zugang zur Rolle nachhaltig.
Neben zeitgenössischen Werken hat Hasun auch klassische Texte zum Leben erweckt. So war sie bereits in Anton Tschechows Onkel Wanja am Theater in der Josefstadt zu sehen. Unter Tschechows Erzählungen zählt sie Der dumme Franzose aus Er und Sie zu ihren persönlichen Favoriten.
Hasuns jüngste Auftritte bestätigen ihre Vielseitigkeit – von marathonglangen Monologen bis hin zu historisch fundierten Dramen. Ihre Fähigkeit, sich in anspruchsvolle Rollen hineinzuversetzen, ob im avantgardistischen Theater oder in Tschechows Stücken, zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich. Künftige Projekte werden ihren Ruf in der Wiener Theaterszene voraussichtlich weiter festigen.






