Allergiesaisons dauern 20 Tage länger – wie Betroffene jetzt gegensteuern können
Klaus-Dieter PohlAllergiesaisons dauern 20 Tage länger – wie Betroffene jetzt gegensteuern können
Allergiesaisons in Nordamerika werden immer länger – und dauern seit 1990 ganze 20 Tage mehr an. Der Klimawandel spielt dabei eine zentrale Rolle und verlängert die Leidenszeit für Betroffene. Doch mit einfachen Strategien und den richtigen Behandlungen lassen sich die Beschwerden lindern.
Pollen belastet die Luft heute wochenlang länger als noch vor drei Jahrzehnten. Die Folge: mehr Niesen, juckende Augen und verstopfte Nasen für Allergiker. Doch wer den Kontakt mit Allergenen reduziert, kann die Symptome abmildern.
Ein pollenfreies Zuhause beginnt mit kleinen Gewohnheiten. Schuhe an der Tür auszuziehen, getragene Kleidung sofort zu waschen und vor dem Schlafengehen zu duschen – das verhindert, dass Pollen in die Wohnung gelangen. Auch Haustiere schleppen Pollen mit herein; sie nach Spaziergängen abzuwischen oder zu baden, verringert die Reizungen.
Medikamente bringen zusätzliche Linderung – wenn sie richtig angewendet werden. Antihistaminika helfen gegen juckende Augen und laufende Nasen, kortisonhaltige Nasensprays lindern verstopfte Nasen und den Rachenfluss. Abschwellende Nasensprays wirken schnell, sollten aber maximal fünf Tage lang verwendet werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Selbst die Anwendungstechnik ist entscheidend: Den Kopf leicht nach vorne neigen und das Spray in Richtung Ohr sprühen, sorgt für eine bessere Verteilung.
Manche Auslöser sind weniger offensichtlich, aber genauso lästig. Alkohol und Sport können bei manchen Menschen die Symptome verschlimmern. Wer diese persönlichen Faktoren kennt, kann seine Reaktionen besser steuern.
Die Kombination aus praktischen Gewohnheiten, passenden Medikamenten und dem Bewusstsein für individuelle Trigger kann den Alltag von Allergikern deutlich verbessern. Angesichts der immer längeren Pollensaisons bleibt Vorbeugung der beste Weg, um beschwerdefrei zu bleiben.






