Alabali-Radovan gegen Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits wertvolle Beiträge
Pierre BaumAlabali-Radovan gegen Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits wertvolle Beiträge
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei Menschen, die bereits einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisteten, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“.
Bei dem Treffen betonten viele Teilnehmer ihre langjährigen Bemühungen beim Wiederaufbau Syriens. Gleichzeitig hoben sie ihre engen Verbindungen zur deutschen Gesellschaft hervor. Alabali-Radovan verwies darauf, dass Syrer seit Jahren aktiv am Wiederaufbau ihrer Heimat mitwirkten – mit klaren und messbaren Erfolgen.
Die Ministerin zeigte sich verärgert über Forderungen, Syrer mögen „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes helfen. Solche Aussagen ignorierten die bereits geleisteten Beiträge, so ihre Kritik. Stattdessen betonte sie, dass Deutschland ebenfalls auf das Wissen und die Fähigkeiten der Syrer angewiesen sei.
Alabali-Radovan kündigte an, das Know-how der syrischen Diaspora künftig stärker in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Ihre Erfahrungen sollen eine größere Rolle in entsprechenden Projekten spielen.
Mit ihren Aussagen will die Ministerin den Fokus von Abschiebedebatten hin zu praktischer Zusammenarbeit lenken. Syrer in Deutschland erhalten so mehr Möglichkeiten, ihr Fachwissen in der Entwicklungsarbeit einzubringen. Die Bundesregierung setzt damit auf die bestehenden Leistungen der Community – statt auf erzwungene Rückführungen.






