22 April 2026, 18:20

40 Jahre jüdisches Erbe: Augsburger Museum feiert mit Söder und Schuster

Ausführlicher Grundriss des Kaiser Friedrich Museums in Dresden, Deutschland, mit Zimmern, Fluren und weiteren Merkmalen.

Museum in Historischer Synagoge Feiert Jubiläum - 40 Jahre jüdisches Erbe: Augsburger Museum feiert mit Söder und Schuster

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben feiert 2025 sein 40-jähriges Bestehen

Anlässlich des Jubiläums findet am Mittwoch eine Festveranstaltung mit prominenten Gästen statt, darunter der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat das Museum eine zentrale Rolle bei der Bewahrung und Präsentation jüdischer Geschichte in der Region gespielt.

Das Museum entstand im Zuge der Restaurierung der prächtigen Augsburger Synagoge, ein architektonisches Juwel, das 1917 eröffnet wurde. Ihr Stil verbindet Elemente des Jugendstils mit byzantinischen und orientalischen Einflüssen und zählt sie zu den schönsten Synagogen Europas. Während der Novemberpogrome 1938 entging das Gebäude nur knapp der vollständigen Zerstörung – es wurde verschont, weil man fürchtete, die Flammen könnten eine benachbarte Tankstelle in Brand setzen.

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Bei seiner Gründung war das Museum einzigartig, da es in Deutschland damals keine vergleichbaren Einrichtungen gab. Seine Sammlungen umfassen rituelle Gegenstände, Alltagsgegenstände aus ehemaligen jüdischen Gemeinden sowie Dokumente zur Verfolgung der Juden während der NS-Zeit. Seit 2014 betreibt das Museum zudem eine zweite Abteilung in der ehemaligen Synagoge im Augsburger Stadtteil Kriegshaber.

Die Arbeit des Museums begann in einer Zeit, in der jüdische Geschichte in der deutschen Gesellschaft oft ignoriert oder verdrängt wurde. Noch in den 1980er-Jahren war Antisemitismus in vielen Bereichen präsent, was die Mission der Einrichtung umso wichtiger machte. Für die Zukunft plant das Museum, seinen Fokus auf die Wiederbelebung jüdischen Lebens seit den 1960er-Jahren sowie auf die Zuwanderung jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er-Jahren auszuweiten.

Die Jubiläumsveranstaltung wird vier Jahrzehnte des Engagements für das jüdische Erbe würdigen. Durch seine Ausstellungen und Forschungsarbeit trägt das Museum weiterhin dazu bei, historische Kämpfe und das zeitgenössische jüdische Leben sichtbar zu machen. Seine kontinuierliche Arbeit stellt sicher, dass diese Geschichten der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Quelle