13 March 2026, 20:27

300.000 Euro verloren: Wie ein Mann aus Dachau auf Social-Engineering-Betrug hereinfiel

Ein weißes iPhone auf einem Holztisch zeigt Text, der "Wie man online Geld verdienen kann" und begleitende Zahlen anzeigt.

300.000 Euro verloren: Wie ein Mann aus Dachau auf Social-Engineering-Betrug hereinfiel

Ein Mann aus dem Landkreis Dachau hat 300.000 Euro verloren, nachdem er auf einen raffinierten Social-Engineering-Betrug hereingefallen war. Betrüger, die sich als Finanzexperten ausgaben, überredeten ihn zu hohen Investitionen – nur um seine Konten Ende Oktober leer zu räumen. Das Opfer steht nun vor erheblichen Schulden und hat kaum Aussicht, das gestohlene Geld zurückzuerhalten.

Der Betrug begann, als der Mann von Personen kontaktiert wurde, die sich als "persönliche Kontenmanagerin" Lisa Stark und "persönlicher Experte" Matthias Schnurr ausgaben. Über WhatsApp überzeugten sie ihn, zunächst kleine Beträge zu investieren, und lockten mit falschen Versprechungen hoher Renditen. Mit der Zeit setzten sie ihn unter Druck, Kredite aufzunehmen – insgesamt 65.000 Euro bei der Santander Consumer Bank und der Targobank – und sogar den Erlös aus dem Verkauf einer geerbten Wohnung zu verwenden.

Um die volle Kontrolle zu erlangen, wiesen die Betrüger das Opfer an, die Software AnyDesk zu installieren, was ihnen Fernzugriff auf sein Handy und seine Finanzkonten ermöglichte. Er richtete zudem Online-Banking für sein Girokonto ein und überredete seine Tochter, als stille Teilhaberin aufzutreten, wodurch die Täter auch Zugang zu ihren Geldern erhielten. Wochenlang schoben die Betrüger Geld zwischen seinem Girokonto und einem Handelskonto hin und her und wichen Fragen mit vagen Erklärungen aus.

Am 28. Oktober räumten sie schließlich alle drei Konten leer und überwiesen die gesamten 300.000 Euro auf ein Konto nach Malta. Übrig blieben nur Schulden – die Aussichten, das Geld jemals wiederzusehen, sind gering.

Der Fall zeigt die verheerenden Folgen von Social-Engineering-Betrug, bei dem Opfer systematisch manipuliert werden, bis sie die Kontrolle über ihre Finanzen abgeben. Mit dem Geld verschwunden und den Krediten noch offen, steht dem Mann ein langer Weg zur finanziellen Erholung bevor. Die Behörden warnen weiterhin vor ähnlichen Maschen, doch genaue Zahlen zu solchen Betrugsfällen bleiben unklar.

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