12-jähriger Schiedsrichter erhält Todesdrohung nach U14-Spiel in Altenerding
Susi DrubTodesdrohung gegen 12-Jährigen Schiedsrichter? Verband untersucht - 12-jähriger Schiedsrichter erhält Todesdrohung nach U14-Spiel in Altenerding
Ein 12-jähriger Schiedsrichter hat während eines U14-Fußballspiels in Altenerding eine Todesdrohung erhalten. Der Vorfall hat eine Untersuchung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) ausgelöst, der derzeit Zeugenaussagen prüft und disziplinarische Maßnahmen einleitet.
Die Drohung erfolgte nach dem Abpfiff, als der sichtlich aufgebrachte Schiedsrichter in Tränen das Spielfeld verließ. Ein Spieler der SG FC Fraunberg soll ihm zugerufen haben: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags bloß nicht – nach der Schule bist du tot." Mehrere Zeugen bestätigten die Äußerung, darunter auch ein Beitrag der Schiedsrichtergruppe Erding in den sozialen Medien.
Bereits während des Spiels war der junge Unparteiische mit verbalen Angriffen konfrontiert worden. Berichten zufolge soll auch der Trainer der gegnerischen Mannschaft den Schiedsrichter während der Partie beleidigt haben.
Der BFV reagierte umgehend und setzte den beteiligten Spieler vorläufig aus dem Spielbetrieb aus. Sprecher Fabian Frühwirth betonte, der Verband gehe in solchen Fällen mit einer "Null-Toleranz-Politik" vor. Unterdessen hat die Schiedsrichtergruppe Kontakt zu dem 12-Jährigen aufgenommen, um ihm Unterstützung anzubieten.
Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, wies auf eine besorgniserregende Zunahme von Respektlosigkeiten gegenüber Nachwuchsschiedsrichtern hin. Der BFV bekräftigte unterdessen seine volle Rückendeckung für den jungen Unparteiischen, während die Ermittlungen andauern. Nach Auswertung aller Aussagen wird der Verband über weitere Konsequenzen entscheiden. Der gesperrte Spieler bleibt bis zum Abschluss des Verfahrens von Spielen ausgeschlossen. Die Verantwortlichen stellten klar, dass Drohungen gegen Schiedsrichter im Jugendfußball keinesfalls geduldet werden.






